Wicklow Mountains – Kultur und Natur entdecken

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Wicklow Mountains

Von Dublin aus ganz leicht zu erreichen, liegt der Nationalpark der Wicklow Mountains mit seinen schönen Orten Enniskerry, Glendalough und den Herrschaftshäusern Powerscourt Gardens und Russborough House. Sicherlich ist es einfach, die wenigen Kilometer mit dem Auto zurückzulegen, doch sollte man die Fahrt in die Wicklow Mountains mit dem Zug unternehmen.

Die Fahrt von Dublin aus führt an einer der atemberaubendsten Küsten Irlands entlang und entschädigt für eine etwas längere Reise: auf rechten Seite türmen sich bald die ersten Ausläufer der Wicklow Mountains, auf der linken Seite ziehen steile Klippen und ein sagenhafter Blick aufs Meer die Aufmerksamkeit auf sich. Man ist schon fast versucht, in kleinen Ortschaften mit malerischen Bahnhöfen auszusteigen, um von dort aus zum Nationalpark zu kommen.

Von verschiedenen Orten in den Wicklow Mountains aus kann man die Gegend erkunden, doch die meisten Besucher beginnen in Glendalough. Dieses „Tal der zwei Flüsse“ liegt nur knapp 40km von Dublin entfernt. Schon von weitem kann man den Rundturm von Glendalough sehen.  Dieser Turm wurde im 11. Jh. zum Schutz vor Wikinger gebaut. Wer davor steht, wird sich fragen, wie man wohl den Turm erreicht hat – die einzig sichtbare Tür ist etwa in Mannshöhe angebracht und keine Treppe führt dort hinauf.

Die alte Klosteranlage liegt idyllisch inmitten eines großen Parks und bietet neben einer ausgedehnten Strecke für Spaziergänge auch die Möglichkeit, sich über die Geschichte Irlands zu informieren. Überall im Gelände findet man Zeugnisse der uralten Besiedelung, die auf den Gründer St. Kevin verweisen:  Kevin’s Kitchen, St. Kevin’s Cross und nicht zu vergessen die Anhöhe St. Kevin’s Bed.

Monumental, romantisch und fantasievoll – so lassen sich das Herrenhaus und die prachtvollen Gärten von Powerscourt Gardens am treffendsten beschreiben. Auch wenn die Geschichte Irlands wenig darüber berichtet, so gab es doch zahlreiche Herrschaftssitze in Irland – und Powerscourt kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Das mittelalterliche Schloss aus dem 13. Jh. ist jedoch nicht nur wegen seiner prachtvollen Räume und der beeindruckenden Architektur wegen einen Besuch wert. Vor allem der dahinter liegende Garten, der weitläufige Park mit den unterschiedlichen Themenbereichen, zieht jährlich hunderttausende Gäste aus aller Welt an.

Schon der erste terrassenförmige Garten, der auf einen beeindruckenden Brunnen (Dolphin’s Pond) mit Fontaine führt, lässt Raum zum Träumen. Etwas weiter kommt man in den berühmten Japanischen Garten, in dem japanische Gartenkultur in verschlungenen Pfaden entdeckt werden kann. Weiter geht es durch einen Waldweg, der von zahlreichen Rhododendren und Azaleen umsäumt ist. Sehenswert ist zudem auch der Pet Cemetary, ein Tierfriedhof für die vielen Haustiere, die in der langen Geschichte des Powerscourt House hier lebten.

Ganz in der Nähe des Anwesens findet man zudem den höchsten Wasserfall Irlands. Der „Powerscourt Waterfall“ liegt etwa 5 km vom Herrenhaus entfernt und ist mit seinen 121m Höhe besonders beeindruckend.

Wer die alten Handwerkskünste Irlands hautnah erleben möchte, ist im Russborough House genau richtig. Hier auf dem Gelände des Herrenhauses aus dem 18. Jh. kann man bei der Arbeit von Schmieden, Webern oder Kerzenziehern zusehen – und die handgefertigten Stücke auf dem Irish Farmers Market erwerben.

Neben der Tatsache, dass das Herrenhaus mit über 200 m die längste Fassade Irlands aufweist, ist es vor allem für die vielen Diebstähle „berüchtigt“ – trotz immer wieder modernisierter Sicherheitstechnik hat das Russborough House viele Einbrüche überstanden. Der letzte Einbruch wurde 2001 verübt, hier wurden Gemälde im Wert von 2,5 Mio. Pfund gestohlen.

Weitere Informationen:
http://www.glendalough.ie/

http://www.powerscourt.ie/gardens

http://www.russboroughhouse.ie/