Tipperary

Tipperary
Tipperary

„It’s a long way to Tipperary…“, dieses Lied kennt fast jeder. Die Grafschaft Tipperary im Süden der irischen Insel gelegen, ist vor allem für seine Landwirtschaft, vor allem die Schaf- und Rinderzucht bekannt. Sie liegt nordöstlich vom Ring of Kerry Südlich des River Shannon erstreckt sich ein Gebiet, das in zwei Teile untergliedert ist: North und South Tipperary. Beide Grafschaftsteile haben eigene Verwaltungsbezirke: für North Tipperary ist dies Nenagh und für South Tipperary die Stadt Clonmel. Die Aufteilung der Grafschaft besteht schon seit 1898 (ursprünglich „North Riding“ und „South Riding“).

Tipperary und seine Ortschaften bieten die wohl interessantesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Zum einen ist die Stadt, die bereits im 12. Jh. gegründet wurde, berühmt für ihren Markt. Zum anderen findet hier seit 1983 ein Friedenskongress statt. Ein Jahr später wurde der Tipperary-Friedenspreis etabliert, zu dessen Preisträgern beispielsweise Nelson Mandela oder auch Bill Clinton und Edward Kennedy gehören.

Die Stadt Cahir ist schon von weitem durch das Cahir Castle zu erkennen. Die aus dem 12. Jh. stammende Burg ist heute noch in gutem Zustand und liegt auf einer Felseninsel im Fluss Suir. Zu den Besonderheiten des Ortes zählt mit Sicherheit das Swiss Cottage. Das Cottage wurde etwa 1810 erbaut und ist über den „Swiss Cottage Walk“ sehr schnell erreichbar – die kleine Wanderung lohnt sich, denn nicht nur die außergewöhnliche Fassade und das Reetdach des Hauses beeindrucken. Auch die Inneneinrichtung des Swiss Cottage gibt einen Eindruck von den Herrschaftshäusern im Irland des frühen 19. Jh.

In der Stadt Clonmel kann man tief in die irische Geschichte eintauchen. Am besten und interessantesten geht dies mit dem „Clonmel Heritage Trail“, einem Wanderrundgang, der zu den bedeutendsten Punkten der Geschichte Tipperarys und Clonmels führt. Der Weg führt vorbei am Rathaus, den Quays, der Old St. Mary’s Church und der Irishtown.

Obwohl die Stadt Cashel über viele interessante Sehenswürdigkeiten verfügt, zählt der „Rock of Cashel“ wohl zur bekanntesten Sehenswürdigkeit Irlands. Diese alte Burgruine hat viele Namen: „Cashel of Kings“ oder „St. Patrick’s Rock“. Seine heutige Form entstammt dem 12. / 13. Jh., doch schon zuvor war der Rock of Cashel Sitz der Hochkönige von Irland – daher auch der Name „Cashel of Kings“. Das Besondere an diesem Gebäudekomplex ist das Zusammenspiel von keltischer und mittelalterlicher Kunst, die man im Inneren des Rock of Cashel sehen kann.

Dazu passend und eine lange Besichtigung wert, ist das Cashel Folk Village, ein privat geführtes Museum, in dem 4 Jahrhunderte irischer Geschichte zusammengetragen wurden. Im Folk Village findet man Erinnerungen an den Unabhängigkeitskrieg, den Osteraufstand oder die große Hungersnot ebenso, wie riesige Elchgeweihe oder einen Erinnerungsgarten. Es ist vor allem die Vielzahl an originalen Ausstellungsstücken, die das Cashel Folk Village zu einem absoluten Highlight eines Cashelbesuchs machen.

Ein kleiner Ort von kulturhistorischer Bedeutung ist Ahenny, in der Nähe von Carrick-on-Suir. Hier befinden sich mit der Ossory-Gruppe, zwei der schönsten High Crosses Irlands. Zur Zeit des Klosters Kilklispeen standen hier zwei Holzkreuze, die jetzt dort befindlichen Nachbildungen sind aus Sandstein. Besonders interessant sind die detailreichen Reliefs und Schnitzereien, die in den über 3m hohen Kreuzen zu sehen sind.

 

Interessante Links:

http://www.megalithicireland.com/High%20Cross%20Ahenny.htm

http://www.tipperarytown.ie/

http://www.visitcahir.ie/ThingsToSee/index.html

http://www.clonmel.ie/

http://www.cashel.ie/

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