Dingle

Die Ortschaft Dingle, was so viel wie „die Festung“ bedeutet, befindet sich mit ihren gut 1.800 Einwohnern auf der in einer Atlantikbucht gelegenen Dingle Halbinsel. Geographisch ist das Ganze im Westen der Republik Irland verortet und gehört zur Grafschaft Kerry.

Die geschichtlichen Ursprünge von Dingle sind ebenso abenteuerlich wie unklar. Gewiss ist lediglich, dass der Ort in einem Dokument aus dem Jahre 1290 unter dem Namen „Dengynhuysse“ auftaucht und sich mit der Ankunft normannischer Siedler im 13. Jahrhundert schnell zu einem wohlhabenden Umschlagplatz und stark frequentierten Handelshafen mausert. Ein irisches Handelszentrum mit internationaler Klientel war geboren, welches später leider dem blutrünstigen englischen Earl of Ormond zum Opfer fiel. Doch wenn der „Black Earl“ auch gnadenlos plünderte, mordete und brandschatzte, so konnte er Dingle eines doch nicht fortnehmen: Die natürliche Schönheit und die überwältigend herrliche Landschaft, die für Irland so typisch ist. Und genau darauf baut Dingles Attraktivität auch heute wieder auf.

Dingle hat viele touristische Attraktionen zu bieten. In ungezählten Pubs kann man sein fassfrisches Guinness genießen. Der Atlantik bestückt Fischlokale mit fangfrischen Gaumenfreuden und in kunsthandwerklichen Lädchen gibt es viele Souveniers zu entdecken, die den Geist Irlands atmen. Gäste in Dingle sollten keinesfalls einen Besuch des Connor Passes und der Slea Head Klippe verpassen. Die wilde Schönheit von Dingle zog bereits die gesamte Filmcrew des Streifens „Ryan’s Daughter“ (1970) in ihren Bann. Wer gerne schmökert, kann Dingle in dem Roman „Der Letzte seiner Art“ vom Erfolgsautor Andreas Eschbach kennen lernen, denn die Handlung spielt dort und der Held beschreibt Dingle auf sehr berührende und eindrückliche Weise.