Provinz Connacht – die nordwestliche Provinz Irlands

Galway in Connacht
Galway in Connacht

Im Nordwesten der Insel liegt die Provinz Connacht. Zu ihr gehören die Counties Galway, Sligo, Mayo, Roscommon und Leitrim. Hier liegen landschaftlich außergewöhnliche Gebiete wie die Aran Islands, Aasleagh Falls, der Tafelberg Ben Bulben, Torfmoore und Seen oder der River Shannon. Die Provinz beinhaltet somit die ganze Bandbreite der irischen Natur und zahllose Sehenswürdigkeiten.

Für die Iren ist diese Provinz vor allem aus mythologischer Sicht wichtig. Der Legende nach herrschten hier mächtige Könige und der Provinz wurden die besonderen Eigenschaften Wissen, Gelehrsamkeit, Geschichte oder Geschichten-Erzählen zugeordnet. In der Realität spiegelte sich dieser Mythos jedoch nicht wieder. Connacht zählte lange zu den ärmsten Provinzen Irlands und war beispielsweise von der großen Hungersnot am stärksten betroffen. Heute ist es vor allem der Tourismus, der für diese landschaftlich eindrucksvolle Gegend von Bedeutung ist.

Das unumstrittene Wahrzeichen des County Sligo ist der 575m hohe Tafelberg Ben Bulben. Neben den interessanten Wanderrouten ist vor allem das Grab des Dichters William Butler Yeats bekannt, das am Fuß dieses alten Gletschers in Drumcliff, liegt. Vor allem die Nordseite des Ben Bulben ist wegen ihrer starken Winde nur erfahrenen Wanderern zu empfehlen, da die Wetterbedingungen den Anstieg sehr gefährlich machen. Auf der Südseite befindet sich ein leichter Wanderweg, der zum Glencar Wasserfall führt.

Die Aran Islands bietet eine der typischsten Landschaften Irlands. Hier findet man eine hügelige, grüne Landschaft, die von kleinen Steinwällen durchbrochen wird. Diese Steinmauern waren bei der Besiedelung der Insel wichtig, verhinderten sie doch, dass das Meer und der Wind die angelegten Felder wieder fortspülten. Wer das urtypische Irland auch in der Sprache erleben möchte, ist im County Galway, zu denen die Aran Inseln gehören, genau richtig. Denn hier wird in vielen Gemeinden noch Gälisch als Amtssprache gesprochen, wohin im Allgemeinen Englisch die Amtssprache ist.

Neben der wunderbaren Wandermöglichkeiten der Insel kann man hier noch Zeugnisse der frühen Besiedlung der Insel finden. Auf der Insel befinden sich Ruinen eines Ringforts aus dem 1. Jh. ebenso wie Kirchenruinen aus dem 12. Jh.

Die Aasleagh Falls bei Leenane ist einer der wenigen Wasserfälle, die es in Irland gibt. Beeindruckend ist die Landschaft, dieses Wasserfalls, um den sich viele Legenden der irischen Mythologie ranken. In einer Art Fjord gelegen, kann man hier zur einen Seite hoch aufsteigende Berge sehen, auf der anderen eine Ebene, die vom typisch irischen Grasland geprägt ist. In der Nähe befindet sich der Doolough, einem Ort, dessen Einwohner besonders stark unter den Auswirkungen des „Großen Hungers“ gelitten  haben. Der Doologh Pass und ein jährlich stattfindender „Famine Walk“ erinnern an die „Doologh Tragedy“ im Jahr 1849.

Das County Mayo lohnt vor allem wegen der größten Irischen Insel, der Achill Island, einen Besuch wert. Die Insel ist über eine kurze Brücke mit dem Festland verbunden und bietet neben schroffen Felsen auch eine 120km lange Küste, die zu herrlichen Sandstränden führt. Zur Zeit der Unabhängigkeitskämpfe war Achill Island ein wichtiges Versteck der Rebellen – was man sich heute noch gut vorstellen kann, wenn man die unberührte Natur und die vielen Felsen der Insel betrachtet.

Weiterführende Informationen zur Provinz Connacht:

http://www.irelandwide.com/regional/connaught/

http://www.aranislands.ie/

http://www.achilltourism.com/

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