Tralee

Tralee ist die größte und zugleich Hauptstadt der im Südwesten Irlands gelegenen Grafschaft Kerry sowie der bedeutendste Industriestandort dieser Region. Hier wird traditionell die berühmte Butter von der grünen Insel hergestellt und gleichzeitig die Zukunft neuer Technologiestandorte vorbereitet.

Die gut 23.000 Einwohner Tralees profitieren davon – und auch von den zahlreichen internationalen Besuchern, die sich ebenfalls an diesem typisch irischen Sahnehäubchen ergötzen möchten. Den Gästen wird hier eine Menge geboten, denn von Tralee aus geht es weiter zur Dingle-Halbinsel und zum Ring of Kerry mit dem sehenswerten Killarney Nationalpark.

Berühmt ist Tralee ebenfalls für sein Folkloretheater Siamsa Tíre, das Festival “Rose of Tralee” und seine gut 80 Pubs, in denen das urwüchsige irische Lebensgefühl zu Hause ist. Ein weiteres Glanzlicht ist das Kerry County Museum in der Ashe Memorial Hall. Die bunte Mixtur aus verschiedensten Architekturstilen und den unterschiedlichen Lebensentwürfen der Einwohner wirkt enorm belebend – sowohl auf die willkommenen Gäste als auch auf die hiesige quirlige Kulturszene. Natürlich kommen auch Besucher, die einfach nur Natur pur erleben möchten, hier auf ihre Kosten. Tralees fast schon märchenhafte Lage zwischen dem anbrandenden Atlantik und den Gipfeln der Slieve Mish Mountains, verbunden mit dem vom nahen Golfstrom erzeugten milde Klima, bedeutet natürliche Erholung und Entspannung auf die sanfte irische Art.

Leben und arbeiten in Irland als deutscher Staatsbürger

Wer als europäischer Ausländer nach Irland ziehen will, hat relativ gute Aussichten für eine rosige Zukunft. Man braucht als deutscher Staatsbürger weder eine Aufenthalts- noch Arbeitsgenehmigung. Das macht den Einstieg sehr einfach.

Doch auf was muss man sich einstellen? Die Vielfalt der irischen Küche hält sich in Grenzen. Das bedeutet, dass in den meisten Restaurants neben Pommes Frites und Kartoffeln sowie einigen Fleischgerichten, nicht viel an speziellen irischen Gerichten angeboten wird. Auch das berühmte Gericht ,,Irish Stew“ findet man weniger oft als erwartet. Was das gewöhnliche irische Frühstück angeht, muss sich der gebürtige Deutsche kaum umstellen.

Der irische Arbeitsmarkt unterscheidet sich jedoch stark vom Deutschen. Während Irland früher eher zu den ärmeren Ländern Europas gehörte, boomt der Arbeitsmarkt seit den 90er Jahren deutlich. Eine Arbeitslosenquote von knapp 4 % spricht für sich. Auch wenn jährlich viele Jobs geschaffen werden und gerade im Sommer ein großer Bedarf an Kurzzeitarbeitern herrscht, sollte man nicht zu viel erwarten. Die Verdienste liegen unter dem deutschen Durchschnitt. Und als deutscher Bewerber wird man in der Regel nicht bevorzugt, es sei denn, dass gerade jemand mit einer perfekten deutschen Aussprache gesucht wird. Weiterhin muss man sich als zukünftiger Bewohner und Arbeiter in Irland vor Augen halten, dass die Wohnkosten über dem deutschen Durchschnitt liegen. Eine Wohnung bekommt man nur mit Glück für etwa 650 €. Meist sind sie noch teurer. Ein Großteil der ,,Gastarbeiter“ in Irland nimmt sich nur ein Zimmer und lebt so in einer Art Gemeinschaft mit anderen Arbeitern. Man sollte die Vor- und Nachteile also gut abwiegen. Denn auch wenn Irland ein schönes und interessantes Land ist, sollte man ausreichend Realitätssinn besitzen und ehrlich zu sich sein, ob es wirklich das ist, was man will.

Fußball in Irland

Fußball gehört, neben Rugby, heute mit zu den Sportarten, die in Irland sehr populär sind. Die Geschichte dieser Disziplin ist hier zwar noch jung, aber durchaus recht bewegt. Bis zu Beginn der 80er Jahre war Fußball in Irland noch kein wirkliches Thema. Die irische Nationalmannschaft dümpelte im europäischen Mittelmaß chancenlos vor sich hin.

Das änderte sich schlagartig, als Jack Charlton, ein ehemaliger englischer Fußballtrainer und -spieler (und älterer Bruder von Bobby Charlton) völlig überraschend zum Teamchef ernannt wurde. Statt ermüdende Beinarbeit zu fordern, stärkte er zunächst das Nationalgefühl seiner Schützlinge mit tatkräftiger Unterstützung eines Ahnenforschers. Gemeinsam suchte (und fand) man in Englang Fußballprofis, in denen irisches Blut floss, und rekrutierte diese kurzerhand. Diese ausgefallene Taktik sollte sich als überaus erfolgreich erweisen, denn schon 1988 mischte Irland bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland kräftig mit – und besiegte im ersten Gruppenspiel die völlig verblüfften Engländer. Seitdem kocht Irlands Fußballbegeisterung auf großer Flamme. Zahlreiche weitere Qualifikationen für und Teilnahmen an Fußballmeisterschaften auf europäischer und weltweiter Ebene sollten folgen. Als Charlton 1995 die Konsequenz aus einer verpassten EM-Qualifikation zog und sein Traineramt niederlegte, hinterließ er eine zukunftsorientierte irische Mannschaft mit dem Willen, das Errungene mit Begeisterung zu verteidigen.

Die nationale Fußballliga trägt heute den Namen FAI eircom National League of Ireland. Sie wurde zum Saisonbeginn 2007 aus dem Zusammenschluss des irischen Fußballverbandes FAI mit der alten irischen Profiliga League of Ireland geboren. Es gibt darin zwei Leistungsklassen, die Premier League und die First Division.

Berühmtester Feiertag Irlands – St. Patrick’s Day – 17. März

Wohl jeder hat schon einmal vom St. Patrick‘s Day gehört. Der 17. März wird jährlich zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick gefeiert. Ende des 4. oder Anfang des 5. Jahrhunderts wurde Magonus Sucatus Patricius geboren. Um ihn rangen viele Legenden wie zum Beispiel, dass er alle Heiden vom Christentum überzeugen sollte. Fakt ist jedoch, dass er Missionar war und in Irland viele Klöster und Kirchen bauen ließ.

Neben dem Glauben führte er aber auch so etwas wie Bildung ein. Denn er baute außerdem Schulen und sorgte dafür, dass die Geschichte niedergeschrieben und nicht mehr nur mündlich überliefert wird. Am 17. März 461 verstarb er im County Down. Doch wird er bis heute verehrt. Und nicht nur von irischen Christen. Mittlerweile werden auch große Paraden zu Ehren von St. Patrick in New York und Boston organisiert. Selbst einige kleinere Paraden in Deutschland locken Besucher an.

Kennzeichnend für den St. Patrick’s Day ist neben den Festivals die Farbe Grün. Jugendliche färben sich die Haare grün und malen sich Kleeblätter auf den Körper. Teilweise wird sogar das berühmte Guinness Bier grün gefärbt. Als unwissender Tourist muss man sich auch nicht über grüne Flüsse wundern. Jedes Jahr sind die irischen Pubs am 17. März überfüllt, und durch die Straßen ist auch kein durchkommen mehr. Alt und jung feiern den St. Patrick’s Day. Doch in vielen Fällen, gerade die jüngere Generation betreffend, steht der eigentliche Gedanke, das Gedenken an St. Patrick, im Hintergrund.

Quellenhinweise zu den Bildern:
links: © Tobias Kommeter / Pixelio

Kinsale in Irland

Die kleine Küstenstadt Kinsale in der Grafschaft Cork liegt etwa 25 Kilometer südlich der Grafschaftshauptstadt Cork und bietet etwa 4.200 zufriedenen Einwohnern eine landschaftlich wunderbare Heimat. Viele Menschen behaupten sogar, Kinsale sei das schönste Fleckchen Irlands, vielleicht sogar ganz Europas. Deshalb hat sich Kinsale den Beinamen „Das St. Tropez Irlands“ eingehandelt und trägt diesen mit Stolz.

Der bekannte und beliebte Yachthafen lockt zahlreiche maritime Touristen an, die, zusammen mit den übrigen Urlaubsgästen, die Delikatessen und den Service der ganz vorzüglichen Restaurants genießen und es sich in den vielen urigen Pubs wohl sein lassen. Während der Urlaubssaison unterhält Kinsale seine Besucher mit verschiedenen Festen. Dieser Ort beeindruckt mit seinem einmaligen Flair, vollendet gemixt aus Hafenromantik und einer auffallend farbenfrohen Architektur. Diese intensive Farbenfreude ist das lebendige visuelle Bekenntnis Irlands zu einer Art Individualismus, die im Rest Europas nicht selbstverständlich ist.

Zu den Sehenswürdigkeiten Kinsales gehört das Old Courthouse, ein altes Gerichtsgebäude mit integriertem Heimatmuseum. Aber auch die Main Street und die St. Multose Kirche sind einen aufmerksamen Besuch wert. Natur pur bieten die beeindruckenden Klippen am Old Head of Kinsale, die etwa 8 Kilometer vom Stadtkern entfernt liegen. Nach Nohaval Cove, einer malerischer Meeresbucht mit Ruinen, gelangt man nach 15 Kilometern Wegstrecke. Beeindruckend sind ebenfalls die architektonischen Zeitzeugen namens Desmond Castle, Charles Fort und James Fort.

County Kerry in Irland

County Kerry, kurz Kerry genannt, ist eine Grafschaft im Südwesten Irlands mit der Hauptstadt Tralee. Kerrys gut 140.000 Einwohner verteilen sich auf einer Fläche von 4735 Quadratkilometern und genießen den vom Atlantik geprägten einzigartigen landschaftliche Charme ihres von Halbinseln, Buchten und Inseln bestimmten Lebensraumes. Aber auch Höhenmeter sind hier zu finden. Der 1042 Meter hohe Carrantuohill und der 950 Meter hohe Mount Brandon, Irlands höchste Berge, liegen beide in Kerry.

Die weiten saftiggrünen Weiden prädestinieren Kerry für die Landwirtschaft, insbesondere Rinderzucht, Schafzucht und Milchwirtschaft. Daneben bietet der Atlantik dem Fischereiwesen seinen Überfluss in Form von Fischen und Schalentieren an. In der Haupstadt Tralee ist das bekannte Unternehmen derzeit „The Kerry Group“ – hier ist buchstäblich alles in Butter. Doch das größte wirtschaftliche Potential Kerrys liegt im kontinuierlich boomenden Tourismus, was bei der ursprünglichen Naturlandschaft und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten kein Wunder ist. Gesehen haben sollte man in Kerry auf jeden Fall die vorzeitlichen Denkmäler sowie die Burgen, Forts, Hochkreuze, Kirchen und Klöster, Menhire, Oghamsteine, Rundtürme und Souterrains. Auch die Halbinseln sind immer einen Besuch wert. Der Killarney Nationalpark hütet die ältesten Eichenwälder Irlands. Ebenfalls zum Pflichtprogramm gehören der Derrynane National Historic Park, der Ring of Beara, das UNESCO Weltkulturerbe Skellig Michael, die Crag Cave und die Blasket Islands.