Die Geschichte Dublins

Heute das pulsierende Herz Irlands, wurde Dublin in der Vergangenheit immer wieder von sehr wechselhaften Schicksalen heimgesucht.

Ursprünglich geht die Stadt auf eine keltische Siedlung zurück, im 9. Jhdt. besetzen jedoch die Wikinger das Siedlungsgebiet und gründeten ein Dorf, auf dessen Name „Dubh Linn“ das heutige „Dublin“ zurückgeht. Nachdem Irland im 12. Jhdt. von den Anglo-Normannen erobert worden war, kam es in den folgenden Jahrhunderten einerseits zu einem Aufblühen Dublins, das sich als Hauptstadt Irlands etablieren konnte, andererseits führte die Fremdherrschaft der Anglo-Normannen auch in Dublin zu ersten Widerstandsbewegungen der Iren.
Ab 1541 war Irland direkt dem englischen Königreich unterstellt. Unter der englischen Vorherrschaft wurde versucht, durch britische Ansiedlungen den katholischen Glauben zu vertreiben und die anglikanische Kirche zu etablieren, was allerdings nicht gelang. Im 17. und 18. Jhdt. dehnte sich Dublin massiv aus, Slums, in denen die arme Bevölkerung lebte, bildeten sich. „Die Geschichte Dublins“ weiterlesen

Touren in Dublin

Dublin ist zwar klein, aber bunt, voller Leben und gleichzeitig verwirrend und unergründlich – genau das kann einem Neuling beim ersten Besuch ganz schön zu schaffen machen! Am einfachsten ist es deshalb, die Stadt mit einer Tour zu erkunden.

Wer nicht einfach an der nächstbesten Haltestelle in einen Stadtbus steigen will, kann eine klassische Stadtrundfahrt buchen. Die Touren werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten und beinhalten mehr oder weniger dieselben Sehenswürdigkeiten. Die meisten davon befinden sich südlich des Liffey-Flusses, in einer Gegend mit grünen Prachtalleen und eleganten georgianischen Villen, sowie rund um die Grafton Street. Besichtigt werden das u.a. das Trinity College (die älteste Universität Irlands), das normannische Dublin Castle, die St. Patrick’s Kathedrale, Leinster House, in dem das irische Parlament ansässig ist und die irische Nationalgalerie. Wer’s bodenständiger mag, kann auch beim Veranstalter Audioguide und Karte ausleihen und die Stadt auf eigene Faust zu Fuß erkunden.

Musikliebhaber, besonders Folk-Fans, kommen wegen der Livemusik in die irische Hauptstadt. Beliebt sind deshalb musikalische Kneipentouren, in denen Temple Bar, das Pubviertel und Kulturzentrum der Stadt bei einem von Musikern begleiteten Streifzug erkundet wird – Wissenswertes über die irische Musik und Lieder zum Mitsingen inklusive.

Beim Literary Pub Crawl kommen Literaturfans auf ihre Kosten. Bei einer mehrstündigen Tour werden Pubs besucht, in denen Literaten verkehrten – immerhin stammen aus Dublin Schriftsteller wie Oscar Wilde, Samuel Beckett, James Joyce und Jonathan Swift – und Gedichte rezitiert.

Sheeps Head Peninsula

Die Sheep’s Head Peninsula lockt mit wunderschönen Landschaften und idyllischer Ruhe

Wie ein dünner, ausgestreckter Zeigefinger ragt die Sheep’s Head Peninsula in den offenen Atlantik. Sie ist der nördliche Teil der Mizen-Halbinsel, eine der 4 Halbinseln im Südwesten Irlands.

Von Touristenströmen noch weitgehend unberührt, begeistert die Halbinsel vor allem durch ihr mildes Klima – blühende Osterglocken im Januar sind keine Seltenheit – und ihre Abgeschiedenheit. Fast wie ein Widerspruch scheint es, dass die ruhigste Region Irlands eine der beeindruckensten Naturlandschaften des Landes aufzuweisen hat: schwindelerregenden Klippen, an denen sich die tosenden Wellen des Atlantiks und der irischen See brechen, sanfte, sattgrüne Hügellandschaften, kleine Teiche, blühende Fuchsiahecken, die verschlungene Küstenstraßen säumen – die ursprüngliche kleine Halbinsel bietet Idylle pur.

Am besten lässt sich die unberührte Landschaft mit dem Rad erkunden. Der Sheep’s Head Way führt auf 88 Kilometern bis zur Landspitze und zurück und dabei an die schönsten Orte der Gegend. Ausgangspunkt ist Durrus, ein geschäftiger kleiner Ort mit zahlreichen Läden und Pubs, in denen neben Guinness auch Murphy’s und Beamish verkostet werden können. An der nördlichen Küstenstraße liegt Gerahies mit beeindruckendem Panoramablick auf die gegenüberliegende Halbinsel Beara, in Richtung Westen geht’s zum Aussichtspunkt von Sheep’s Head. Rechts und links des Weges unberührte Natur, nur ab und zu unterbricht ein Bauernhof mit Hühnern und Schafen das endlose Grün. Der Leuchtturm am westlichsten Ende der Halbinsel bietet einen grandiosen Ausblick auf den Bergkamm und zerklüftete Felsen in der blau-weißen Brandung. Schöner wird’s nur noch durch den irischen Nachmittagstee: selbstgebackene Kuchen und im Frühsommer Rhubarb Crumble mit halbfester Sahne machen den Ausflug perfekt.

Guinness

Das legendäre obergärige GuinnessÒ gehört heute zu den bekanntesten Bieren der Welt und ist ein Synonym für irischen Lebensstil und irische Lebensfreude. Deshalb schmeckt es auch am besten frisch vom Fass als „Guinness Draught“ mit 4,2%Vol. in einem der zahlreichen Pubs in Irland. Hier treffen sich die Menschen zum Reden, zum Musizieren und zum fröhlich sein. Während Pubs in irischen Städten eine sehr beliebte Zwischenstation für Touristen sind, bleiben in den ländlicher gelegenen Pubs die Einwohner mit ihren perfekt gefüllten Pints meist unter sich.

Wer keine Gelegenheit hat, sich sein GuinnessÒ frisch zapfen zu lassen, kann eine Flasche „Guinness Extra Stout“ in Augenschein nehmen. Ihr Etikett kündet von einer Brauereitradition, die im Jahre 1759 ihren Anfang nahm und sich standesgemäß mit einer Harfe, dem ältesten irischen Musikinstrument, schmückt.

Der unvergleichliche frisch herbe Geschmack eines GuinnessÒ vom Fass ist ein genießerisches Gesamtkunstwerk. Die beste Braugerste der Welt wächst in Irland und das seidenweiche Quellwasser wird von den Wicklow Mountains direkt in die Brauerei gepumpt. Deshalb können irische Braumeister buchstäblich aus dem Vollen schöpfen und ihrem GuinnessÒ seinen einmaligen Charakter verleihen.

Die typische dunkle Farbe von GuinnessÒ lässt manchen Zapfer in irischen Pubs zum bildenden Künstler werden. Wenn sein Handwerk versteht, zelebriert hier die Entstehung eines perfekten Pints. Der Schaum über dem vollendet gezapften GuinnessÒ hat dann zunächsteine appetitliche braune Färbung und verwandelt sich nach kurzer Zeit zu einer cremigen weißen Schaumkrone, die sanft auf dem dunklen Bier wogt. Diesen faszinierenden Verwandlungsprozess sollte man das Auge in aller Ruhe genießen lassen, bevor der Geschmackssinn zu seinem Recht kommt.

Interessantes:
Auch sehr lecker und irischen Ursprungs sind Cocktails mit Whiskey!

Hurling in Irland

Die beliebteste Sportart in Deutschland ist der Fußball. Aber es gibt auch andere Länder, die einen Lieblingssport haben und sich dafür sehr begeistern. In Irland ist es das Hurling. Das Hurling ist auch ein Mannschaftsspiel und wird mit 15 Spielern pro Mannschaft gespielt. Gespielt wird Hurling mit einem Stock und einem kleinen Ball. Der Stock ist am unteren Ende etwas breiter, damit wird der Ball ähnlich wie beim Hockey geschlagen. Ziel des Spiels ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Als Schutz vor Verletzungen wird lediglich ein Helm aus Plastik getragen. Das Spielfeld hat eine Breite von 70-80 Meter, die Länge beträgt, 130-145 Meter. Die Tore befinden sich in der Mitte an der Grundlinie des Spielfeldes. Die Spielzeit beträgt in der Regel 2×30 Minuten. Eine Verlängerung wird mit 2×10 Minuten gespielt. Jede Mannschaft darf während der Spielzeit fünf Spieler auswechseln. In der Verlängerung dürfen nochmals drei Spieler ausgewechselt werden.

Das Spiel beginnt durch den Balleinwurf des Schiedsrichters. Der Ball darf sowohl mit dem Stock, als auch mit den Füßen vorangetrieben werden. Der ballführende Gegner darf zwar angegriffen werden, jedoch nicht mit dem Schlagstock – auch das Ziehen am Trikot ist nicht erlaubt. Nach einem Foul darf die gegnerische Mannschaft, mittels eines Free-Pucks versuchen, den Ball ins Tor zu schlagen. Dazu muss der Ball mit dem Schläger in die Luft gehoben werden und mit einem Schlag ins Tor gebracht werden. Es können sowohl Tore, als auch Punkte beim Hurling erzielt werden. Für ein Tor muss der Ball unterhalb der Querstange ins Tor gelangen. Ein Tor zählt drei Punkte, für einen Punkt muss der Ball oberhalb der Querstange ins Tor gebracht werden. Tore und Punkte werden getrennt gezählt.

Das Hurling soll es schon seit dem 14. Jahrhundert geben. Die Engländer haben mehrmals versucht, das Spiel zu verbieten, weil es zur Vernachlässigung der militärischen Pflichten beitragen würde. Trotzdem wurde das Spiel heimlich weitergespielt. Im Jahr 1880 aber besann Irland sich wieder und spielte mit großer Begeisterung sein Hurling. Das Endspiel findet jedes Jahr im Crocke park in Dublin statt. Die Sieger bekommen den Liam-McCarthy-Cup überreicht.

Dingle

Die Ortschaft Dingle, was so viel wie „die Festung“ bedeutet, befindet sich mit ihren gut 1.800 Einwohnern auf der in einer Atlantikbucht gelegenen Dingle Halbinsel. Geographisch ist das Ganze im Westen der Republik Irland verortet und gehört zur Grafschaft Kerry.

Die geschichtlichen Ursprünge von Dingle sind ebenso abenteuerlich wie unklar. Gewiss ist lediglich, dass der Ort in einem Dokument aus dem Jahre 1290 unter dem Namen „Dengynhuysse“ auftaucht und sich mit der Ankunft normannischer Siedler im 13. Jahrhundert schnell zu einem wohlhabenden Umschlagplatz und stark frequentierten Handelshafen mausert. Ein irisches Handelszentrum mit internationaler Klientel war geboren, welches später leider dem blutrünstigen englischen Earl of Ormond zum Opfer fiel. Doch wenn der „Black Earl“ auch gnadenlos plünderte, mordete und brandschatzte, so konnte er Dingle eines doch nicht fortnehmen: Die natürliche Schönheit und die überwältigend herrliche Landschaft, die für Irland so typisch ist. Und genau darauf baut Dingles Attraktivität auch heute wieder auf.

Dingle hat viele touristische Attraktionen zu bieten. In ungezählten Pubs kann man sein fassfrisches Guinness genießen. Der Atlantik bestückt Fischlokale mit fangfrischen Gaumenfreuden und in kunsthandwerklichen Lädchen gibt es viele Souveniers zu entdecken, die den Geist Irlands atmen. Gäste in Dingle sollten keinesfalls einen Besuch des Connor Passes und der Slea Head Klippe verpassen. Die wilde Schönheit von Dingle zog bereits die gesamte Filmcrew des Streifens „Ryan’s Daughter“ (1970) in ihren Bann. Wer gerne schmökert, kann Dingle in dem Roman „Der Letzte seiner Art“ vom Erfolgsautor Andreas Eschbach kennen lernen, denn die Handlung spielt dort und der Held beschreibt Dingle auf sehr berührende und eindrückliche Weise.

Mallow

Tourismus noch weitgehend unberührten Gegend wird noch das typische ‚Irish Country Life’ gelebt: alte Landhäuser, liebevoll gepflegte Rosengärten, traditionsreiche Sportarten wie Reiten und Angeln. Wer in der Region Urlaub macht, bekommt eine Vorstellung davon, wie irische Landbesitzer im 19. Jahrhundert lebten…
Die charmante Stadt liegt in einem fruchtbaren Tal am Ufer des Blackwater Flusses und war ursprünglich ein Bauernmarkt. Noch heute zählt das Umland zu den wichtigsten Agrarregionen Irlands.

Mit seinen sauberen Flüssen und Seen, von Hecken umzäunten Weiden und dunkelgrünen Wäldern begeistert das ökologische Paradies zudem vor allem Naturfreunde, Rucksacktouristen und Mountainbiker. Unberührte Natur mit artenreicher Vegetation, einsame Strände und Buchten garantieren Erholung und Ruhe.
Das bedeutet nicht, dass es langweilig wird: Wer auf historischen Spuren wandeln will, kann die fremdartigen Formen und Figuren der keltischen Frühzeit bestaunen. Auch die frühchristlichen Klosteranlagen und verwitterten Hochkreuze gehören unbedingt zu einem Besuch der Grafschaft.
Beeindruckend ist auch Mallow Castle, auf dessen Grundfläche seit dem 12. Jahrhundert vier verschiedene Festen errichtet wurden. Heute sind noch die jüngste, im Landhausstil errichtete Variante und die Ruine des Old Mallow Castle zu besichtigen.

Wer’s exquisit mag, kommt an den zahlreichen Yachthäfen und Golfplätzen (Ballinamona, Mallow Golf Clubs) auf seine Kosten. Auch die Pferderennbahn, die mit finanziellen Mitteln der Irish Horseracing Authority völlig neu gebaut wurde, hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Anziehungspunkt entwickelt.